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Das Ensemble der Bertholdsburg prägen besonders seine Türme. Von
einstmals neun sind heute nur noch sechs vollständig erhalten:
der Haupt- oder Schlossturm, der Hauns-, Hexen-, Kapellen-,
Gerichts- und Jungfernturm, die nach ihrer einstigen Funktion
bzw. Bedeutung bei den Hennebergern benannt sind. Der Hauptturm,
südöstlich im Schlosshof gelegen, diente früher als Wehr- und
Wachturm und wird heute als Aussichtsturm genutzt. In über 30 m
Höhe hat man einen herrlichen Ausblick auf Schleusingen und
seine landschaftlich reizvolle Umgebung. Am Fuße der
Bertholdsburg im Schlossgarten erinnert ein Gedenkstein an das
"900 jährige Jubiläum Henneberger Land" im Jahre 1996 (1096
erste urkundliche Erwähnung Hennebergs).

Die Residenz der Grafen von Henneberg und
nachfolgender Wettinischer Erben war später Wohn- und Amtssitz
sächsischer nach 1815 preußischer Beamter und ist heute die
Kulturmetropole der Stadt Schleusingen.
Bereits 1934 hat der Schleusinger Lehrer und Heimatfreund Paul
Georgi (1891-1976) in der Bertholdsburg ein Museum, das so
genannte "Franke-Zimmer" mit einer geologischen Sammlung
eröffnet, die er weitgehend von dem Schleusinger Gymnasiallehrer
Professor Dr. Hermann Franke (1847-1932) übernommen hatte.
Seit über 50 Jahren beherbergt das Schloss ein Heimatmuseum. Von
1971 bis 1991 war eine Ausstellung des Sonneberger
Spielzeugmuseums zu sehen. Seit 1984 befindet sich in der
Bertholdsburg das Naturhistorische Museum Südthüringens mit 3
großen Ausstellungsbereichen: Minerale, Gesteine und Bergbau
Thüringens; Auf den Spuren unserer Umwelt - 300 Millionen Jahre
Thüringen und die Regionalgeschichte im
südthüringisch-fränkischen Raum mit den Schwerpunkten zur
Geschichte der Henneberger Grafen und der Stadt Schleusingen.
Außerdem wird im Museum auch immer eine Sonderausstellung zu
einem äquivalenten Thema gezeigt.
Die Bertholdsburg gehört als bauhistorisches Denkmal seit 1994
zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten.
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